Aromatherapie und Yoga

Ätherische Öle haben eine lange Tradition bei Meditationen und auch im Yoga. Bereits die Könige im Altertum, die Chinesen und Inder kannten ihre Wirkung. Mehr darüber kannst du im kostenlosen E-Book „Die Öle der Könige“ nachlesen.

Ätherische Öle im Yoga-Studio

In fast jedem Yoga-Studio kann man heutzutage feststellen, dass dieser stechende Geruch von Weihrauch (nicht immer ein universeller Favorit) durch eine weitaus leichtere Alternative ersetzt wurde: ätherische Öle. Einige Yogalehrer sprühen ätherische Öle während des Unterrichts in die Luft, um die aufbauende Asanas Erfahrung zu erhöhen. Andere reiben ihre Schüler mit Öl ein, wenn sie in das Shavasana verfallen. Einige Studios bieten ihren Schülern Sprühflaschen mit ätherischen Öl-Mischungen, um ihre verschwitzten Matten nach Unterrichtsende abzuwischen.

Ob sie Sandelholz, Patchouli, Weihrauch, Eukalyptus oder Bergamotte verwenden, heutzutage integrieren viele Yogalehrer zunehmend ätherische Öle in ihre Yoga-Sitzung. Und mit gutem Grund: Diese aromatischen Verbindungen — aus Pflanzensamen, Rinden, Stielen, Wurzeln und Blüten — sind schon lange ein Favorit unter Aromatherapie-Fans und sie verwenden die Fähigkeit der Öle, mentale und emotionale Wellness zu verbessern, Muskelkater zu lindern und körperliches und geistiges Wohlbefinden zu unterstützen.

Aromatherapie

Ätherische Öle werden zunehmend in die Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten integriert, einschließlich Krebs, Atemwegserkrankungen, Asthma, Migräne und Herz-Kreislauferkrankungen. Sie werden häufig auch zur Stärkung des Immunsystems, zur Gewichts- und Ernährungskontrolle und um die Symptome der Wechseljahre zu behandeln, verwendet.

Wenn dir ätherische Öle bislang noch fremd sind, erwäge sie in Deine Yoga-Stunde zu integrieren. Ihre Kräfte auf der Matte zu testen ist ein guter Weg, um zu beurteilen, was für dich funktioniert und was nicht. Aber beachte dabei: Jeder reagiert anders auf ätherische Öle. Das Öl, das eine Person verwendet, um Stress oder Kopfschmerzen zu lindern, könnte der Auslöser für jemand anderen sein. Beispielsweise finden die meisten Menschen, dass Lavendel einen erholsamen Schlaf fördert; aber bei anderen führt der Duft zu Unruhe und Schlaflosigkeit.

Die Qualität von Ölen und was zu beachten ist

Ätherische Öle sind wirksam (und selten), daher ihre relativ hohen Anschaffungskosten. Zu den verschiedenen Qualitätsstufen habe ich ein Video erstellt, das du hier ansehen kannst: Überblick über die Öle. Aber ein oder zwei Tropfen reichen in der Regel aus. Als Faustregel gilt, dass die meisten ätherischen Öle nicht direkt auf die Haut aufgetragen oder geschluckt werden sollen, da dies zu Nebenwirkung führen kann, vor allem bei Menschen, die verschreibungspflichtige Arzneimitteln einnehmen. Wer die Öle auch innerlich anwenden möchte, der sollte darauf achten nur Öle zu verwenden, die auch für die Einnahme vom Hersteller freigegeben sind.

Wenn du die Öle auf die Haut auftragen oder als diätetisches Hilfsmittel einnehmen möchtest, recherchiere vorher gründlich und wende dich an einen qualifizierten Experten für ätherische Öle. Obwohl ätherische Öle häufig in Lebensmittelgeschäften und New Age-Boutiquen verkauft werden, solltest du aufpassen: Nur qualitativ hochwertige therapeutische Öle (am besten in zertifizierter Qualität wie in meinem Video beschrieben) — ohne künstliche Inhaltsstoffe oder chemische Rückstände — sollten äußerlich aufgetragen oder eingenommen werden.

Drei einfache Möglichkeiten, wie du ätherische Öle in Deinem Yoga-Studio verwenden kannst:

Zerstäubung: Die meisten Ölhersteller verkaufen Diffusoren, die einen schönen feinen ätherischen Nebel an deinem Yogaplatz verbreiten. Öl-Lampen sind eine kostengünstige Möglichkeit, um Öl in der Luft zu verteilen. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass sie zu heiß werden und die Öle in der Schale verbrennen.

Reinigung: Von Zitrone, Lavendel, süße Orange und Pfefferminze bis hin zu Oregano können ätherische Öle verwendet werden, um den Yogaplatz, die Yogamatte, Stühle und Kleider zu reinigen.

Einsalben: Berührungen sind heilend und kraftvoll, insbesondere wenn sie mit ätherischen Ölen verstärkt werden. Die Verwendung des richtigen Öls vor dem Unterricht kann die Energie in deiner Klasse fördern. Das perfekte Öl kurz vor dem Shavasana zu verwenden, kann auch die beruhigende Kraft der erholsamen Pose steigern.

Es gibt unzählige Öle und auch Ölmischungen von verschiedenen Firmen. Beginne langsam damit, diese in deinen Alltag und deine Yogastunde zu integrieren. Teste immer wieder verschiedene Öle und Mischungen und beobachte deine Reaktion darauf.

Einige Öle zum Ausprobieren

Zur Erdung: Ingwer, Patschuli, Zedernholz
Zur Stärkung und Zentrierung: Sandelholz, Zedernholz, Myrrhe, Weihrauch
Zur Förderung des Atem-Bewusstseins und klarer Atmung: Pfefferminze, Basilikum, Eukalyptus, Rosmarin, Myrrhe, Weihrauch, Kardamon
Zur Beruhigung: Lavendel, Geranie, Kamille, Vetiver
Als spirituelle Nahrung: Bergamotte , Zitrone, Orange
Emporheben: Cassia, Muskatellersalbei, Zitrone, Limette, Weißtanne
Zur Reinigung: Arbovitae, Grapefruit, Zitrone, Zitronengras, Wilde Orange
Bei Muskelkater: Basilikum, Koriander, Zypresse, Lavendel, Rosmarin, Wintergrün

Denke jedoch daran, jeder reagiert anders auf Düfte. Egal ob du Yogalehrer/in oder Schüler/in bist, behalte dies im Hinterkopf und sei deinen Mitmenschen gegenüber respektvoll bei der Verwendung von ätherischen Ölen. Einige Studios bitten ihre Kursteilnehmer vor dem Yogaunterricht auf Parfüm oder Öle zu verzichten. Wenn du Lehrer/in bist, der/die gerne Öle während des Unterrichts oder Shavasana verwendet, achte darauf, dass du vorher die Erlaubnis der Schüler einholst, bevor du sie mit duftenden Händen einreibst.

Welche Öle verwendest du beim Yoga? Hast du schon Erfahrungen damit? Berichte uns!


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